Als Axel Siemer müde wurde, waren Julius & Co. zur Stelle! 

HVH Herren - TuS Komet Arsten  23:19 (8:10)

 

In seinen jungen Jahren war er einer der gefürchteten Rückraum-Shooter des TV Grambke in der 2. Bundesliga. Noch jetzt, viele Jahre später im reiferen Handballer-Alter - sein Geburtsjahr 76 trägt er als Trikotnummer - war Axel Siemer eine in doppeltem Sinne überragende Erscheinung. Zum einen übertraf er mit seiner Körpergröße die seiner Mit- wie auch Gegenspieler meist um deutlich mehr als eine Haupteslänge, zum anderen bewies er, dass er handballerisch nichts verlernt hat.

Von der HVH-Defensive war er lange Zeit überhaupt nicht in den Griff zu bekommen, erzielte bis zur 40. Spielminute fast nach Belieben 9 der bis dahin 13 Gästetreffer und hielt seine Mannschaft schadlos. Erst als ihm dann die Kräfte schwanden und er langsam müde wurde, bekam die HVH- Equipe leichteres Spiel und konnte die Partie dank einer starken Schlussphase zu ihren Gunsten entscheiden.

 

Eine Führung war unserer Mannschaft im ersten Durchgang nicht vergönnt. Als es früh 1:4 hieß, kam in der gut besuchten Halle erstmalig eine gewisse Unruhe auf. Doch Lars, Luc und Julius machten den Rückstand noch einmal wett. Bedauerlicherweise waren es auch nach den folgenden Gleichständen (5:5 und 6:6) immer wieder die Gäste, die vorlegten. Mit 8:10 ging es in die Halbzeitbesprechung. Nur 10 Gegentore stellen eine ordentliche Bilanz dar; gerade mal 8 eigene Treffer sind dagegen eine viel zu geringe Ausbeute und spiegeln das große Manko in den Offensiv- Aktionen wider.

Sascha zeigte sich für das 9:10 zuständig. Dann scheiterte Arsten mit einem Siebenmeter an Basti; geworfen von Isam Hajabo. Das ist der mit 67 Treffern (davon 14 Siebenmeter) Führende in der Torschützenliste der Bremenliga, von dem aber heute auch ansonsten - erst auf Linksaußen gegen Yannick, später in der Mittelposition im Angriff - überraschend wenig Gefahr ausging und der eher durch schauspielerische Einlagen auffiel. Nach dem 11:11 setzten sich die Südbremer noch ein letztes Mal (auf 11:13) ab. Nur gut für uns, dass Arstens bestem Mann Axel Siemer nun - wie oben geschildert - die Puste ausging. Zweimal Sacha und Schiggi sowie einmal Julius warfen unsere Farben mit 16:13 in Front. Die HVH ließ nun nichts mehr anbrennen. Einmal konnte der Gast noch auf zwei Treffer herankommen; zwischenzeitlich hatten die Vegesacker dann freilich gar mit 21:15 die Oberhand. Am Ende wurde die Uhr entspannt heruntergespielt; die Gäste waren kräftemäßig nicht mehr in der Lage, noch einmal zurückzukommen.

 

Insbesondere Julius, den die HVH-Trainer Uwe und Rolf lange auf der Bank geschont hatten, riss am Ende mit seiner Wucht und seiner Durchsetzungskraft noch einmal seine Mannschaftskameraden mit und wurde damit zum Symbol für den späten Umschwung. Neben ihm gefiel wieder einmal Jascha (wie seinerzeit Nationaltorhüter Chrischa Hannawald immer mit kurzer Hose!) als Bewacher des HVH- Gehäuses, der aus dem Duell mit seinem Arstener Kollegen als klarer Sieger hervorging. Aber auch Sascha, Luc und Schiggi - um einmal die heutigen Hauptgoalgetter zu nennen - waren nach durchwachsenen Phasen dann an den entscheidenden Spielszenen maßgeblich beteiligt.

Nächstes Wochenende ist spielfrei. Am 10. Dezember geht dann der HVH-Fan-Tag in der Lerchenstraße über die Bühne. Ab 10.20 Uhr läuft das volle Handballprogramm, das ab 18 Uhr mit der Begegnung unserer Herren-Mannschaft gegen VSK Osterholz-Scharmbeck seinen Abschluss findet.

 

Tor: 

Bastian Preuß, Jan Schulz, Jascha Springer

 

Feld: 

Bobby Arfmann-Knübel (1), Luc Fahsing (5), Sascha Gramberg (4), Lars Lisson (2),

Björn Przygoda (3), André Röse (1), Julius Schiewe (6), Fabian Sobota (1), Yannik Woelke

 

Nicht im Kader: 

Jan Fasse, Nils Grundmann, Niklas Nareyka, Furkan Özkul

 

Trainer: 

Uwe Poplawski, Rolf Wieduwilt

© HVH-BREMEN 2017   |   IMPRESSUM